Frühling mit Hund: entspannt & gesund durch die Saison

Geschätzte Lesezeit: 4 min

Der Frühling lädt zu längeren Spaziergängen, mehr Zeit im Freien und gemeinsamen Abenteuern mit dem Hund ein. Gleichzeitig bringt die Jahreszeit aber auch einige Dinge mit sich, auf die man achten sollte.

Pfoten- und Fellpflege nach dem Spaziergang

Auch im Frühling bleiben Regen, Kälte und matschige Wege oft nicht aus. Nach einem nassen Spaziergang sollten Fell und Pfoten deshalb gut mit einem Tuch oder Handtuch abgetrocknet werden. Leichte Verschmutzungen lassen sich meist ganz einfach mit lauwarmem Wasser oder einer Bürste entfernen. Besonders wichtig ist es, auch die Zehenzwischenräume gut zu trocknen, da dort durch die Feuchtigkeit Hautreizungen oder sogar Pilzerkrankungen entstehen können. Kotrolliere die Pfoten auf scharfe Steine, Streusalz, Pflanzenteile oder andere Substanzen. Ebenso kann eine Pfotencreme verwendet werden, um diese zu schützen und geschmeidig zu halten.

Wenn ein Bad wirklich notwendig ist, sollte dafür unbedingt ein spezielles Hundeshampoo verwendet werden. Die Hundehaut hat nämlich eine natürliche Schutzfunktion, die durch zu häufiges Baden angegriffen werden kann. Das kann dazu führen, dass die Haut schuppig wird, unangenehm riecht oder das Fell stumpf und struppig wirkt.

Achtung vor Zecken

Mit den wärmeren Temperaturen werden auch Zecken wieder aktiv. Da sie Krankheiten wie Borreliose übertragen können, sollte der Hund nach jedem Spaziergang gründlich abgesucht werden. Hat sich bereits eine Zecke festgebissen, kann sie vorsichtig mit einer Zeckenzange entfernt werden. Danach sollte die Stelle noch eine Zeit lang beobachtet werden.

Frühling bedeutet auch Allergiezeit

Nicht nur Menschen, sondern auch Hunde können im Frühling unter Allergien leiden. Vor allem Pollen können verschiedene Beschwerden auslösen. Dazu gehören unter anderem:

  • Niesen
  • Juckreiz
  • Hautausschlag
  • Bindehautentzündung

Wenn diese Symptome auftreten, sollte der Hund tierärztlich untersucht werden.

Brut und Setzzeit

In Österreich gilt die Brut und Setzzeit von 01.März bis 15. Juli. In dieser Zeit bekommen Wildtiere ihren Nachwuchs, weshalb in einigen Gebieten wie Wäldern, Wiesen oder freien Landschaften Leinenpflicht herrscht.

Mehr Aufmerksamkeit bei läufigen Hündinnen

Hündinnen setzen im Frühjahr Hormone frei, die vor allem für Rüden empfänglich sind und die Empfangsbereitschaft für Nachwuchs ausstrahlen. Deshalb ist in dieser Zeit besondere Rücksicht gefragt. Achte darauf, dass dein Hund andere Hunde nicht bedrängt, und halte dich an mögliche Hinweise anderer Hundebesitzer:innen. Ausreichend Abstand und das Führen an der Leine können in solchen Situationen sehr hilfreich sein.

Unterstützung beim Fellwechsel

Durch die steigenden Temperaturen und die längeren Tagesstunden, beginnt der Fellwechsel vom Winterfell zum Sommerfell. In dieser Zeit verlieren sie zwischen 6 bis 8 Wochen hinweg ihre Unterwolle Du kannst deinen Hund dabei unterstützen, indem du die losen Haare regelmäßig auskämmst. Wichtig ist dabei, dass die Bürste oder der Kamm nicht an den Haaren reißt.

Nicht jede Frühlingsblume ist harmlos

Besonders im Frühling ist darauf zu achten, was der Hund während des Spaziergangs beschnuppert oder möglicherweise aufnehmen möchte. Viele Frühlingsblumen wie Krokusse oder Schneeglöckchen sind für Hunde giftig und sollten nicht gefressen werden. Auch in Gärten ist Vorsicht geboten, da dort oft Dünger oder Unkrautvernichter verwendet werden, mit denen der Hund besser nicht in Kontakt kommen sollte.

Patrick Tiefenbach

Expertentipp:

Bei kurzhaarigen Hunden reicht es oft, das Fell etwa einmal pro Woche zu bürsten. Langhaarige Hunde brauchen meist deutlich mehr Pflege, damit es nicht zu Verfilzungen kommt. Achte deshalb immer darauf, eine Bürste oder einen Kamm zu verwenden, der zum Felltyp deines Hundes passt. So bleibt das Fell geschmeidig und die Pflege wird für den Hund deutlich angenehmer.