Den Spaziergang mit Hund abwechslungsreicher gestalten

Der tägliche Spaziergang gehört zu den wichtigsten Momenten im Alltag eines Hundes. Dabei geht es nicht nur um Bewegung oder das Erledigen des Geschäfts, sondern auch um Beschäftigung und gemeinsame Zeit. Hunde erkunden ihre Umgebung hauptsächlich mit der Nase und sammeln dabei ständig neue Eindrücke. Wird jedoch jeden Tag dieselbe Strecke gelaufen, kann der Spaziergang für Mensch und Hund auf Dauer eintönig werden. Mit einigen einfachen Ideen lässt sich die Gassirunde abwechslungsreicher gestalten.

Neue Wege entdecken

Schon kleine Veränderungen können den Spaziergang interessanter machen. Anstatt immer dieselbe Route zu wählen, lohnt es sich, neue Wege auszuprobieren. Das kann ein anderer Park, ein Feldweg oder eine Strecke im Nachbarort sein. Auch die gewohnte Runde einmal in die entgegengesetzte Richtung zu gehen, sorgt für neue Eindrücke.

Für Hunde sind neue Gerüche besonders spannend. Sie nehmen ihre Umwelt vor allem über den Geruchssinn wahr und sammeln dabei viele Informationen über andere Tiere oder ihre Umgebung.

Nasenarbeit einbauen

Die Nase ist das wichtigste Sinnesorgan eines Hundes. Suchspiele fordern ihn geistig und sorgen dafür, dass er nach dem Spaziergang zufrieden und ausgeglichen ist.

Beliebte Möglichkeiten sind:

  • Leckerlisuche: Kleine Futterstücke werden im Gras, unter Blättern oder zwischen Steinen versteckt. Der Hund darf sie anschließend mit seiner Nase suchen.
  • Spurensuche: Ein gut riechendes Leckerli wird einige Meter über den Boden gezogen und am Ende der Spur versteckt. Der Hund folgt anschließend der Duftspur.
  • Diese Aufgaben fördern die Konzentration und machen vielen Hunden besonders viel Spaß.

Kleine Trainingseinheiten

Auch während des Spaziergangs lassen sich kurze Übungen einbauen. Der Hund kann bekannte Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ oder „Bleib“ an verschiedenen Orten üben. Ebenso eignen sich kleine Tricks oder Geschicklichkeitsübungen.

Ein Slalom um Laternenpfähle oder das Balancieren auf einem stabilen Baumstamm verbessert das Körpergefühl des Hundes und stärkt gleichzeitig die Bindung zwischen Mensch und Tier. Wichtig ist dabei, den Hund niemals zu überfordern und Übungen spielerisch zu gestalten.

Das Tempo verändern

Viele Hunde finden es spannend, wenn sich das Tempo während des Spaziergangs verändert. Kurze Joggingeinheiten, langsames Gehen oder plötzliches Stehenbleiben sorgen dafür, dass der Hund aufmerksam bleibt. Dadurch wird die gemeinsame Runde abwechslungsreicher und interessanter.

Schnüffel-Spaziergänge

Nicht jeder Spaziergang muss sportlich sein. Bei einem sogenannten Schnüffel-Spaziergang darf der Hund selbst entscheiden, wo und wie lange er schnüffeln möchte. Das ausgiebige Erkunden der Umgebung ist für Hunde sehr wichtig und trägt dazu bei, Stress abzubauen und sie geistig auszulasten.

Patrick Tiefenbach

Expertentipp:

Baue ab und zu sogenannte „Schnüffel-Spaziergänge“ ein. Hierbei gibst du das Tempo komplett ab und dein Hund darf an jedem Grashalm so lange schnüffeln, wie er möchte – ganz ohne Zeitdruck.